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52 Kandidaten bestehen "grünes Abitur"

Bericht in den Westfälischen Nachrichten - Kreisseite Coesfeld - vom 30.05.2006
von Sandra Wilde

Mit einem kräftigen Händedruck und „Waidmannsheil“ erhielten jetzt 52 Kandidaten nach bestandener Jägerprüfung bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Coesfeld die begehrte Prüfungsbescheinigung, die sie zum Erwerb eines Jagdscheins berechtigt. In monatelanger Vorbereitung, vielfach organisiert in den Jungjägerkursen im Auftrag der Kreisjägerschaft und weiterer privater Ausbilder, hatten sich die Anwärter auf das „grüne Abitur“ – wie die Jägerprüfung vielfach auch genannt wird – eine Menge Wissen um Tierarten, Wildbiologie, Naturschutz, Land- und Waldbau, Jagdbetrieb und waidgerechte Jagdausübung, Waffenkunde und Jagdrecht angeeignet.

Am Ende dieser langen Ausbildungszeit stand die dreitägige Jägerprüfung, in denen die 57 Jagdscheinanwärter vor den beiden Prüfungsausschüssen in Coesfeld und Lüdinghausen ihr theoretisches und praktisches Wissen sowie ihre Schießfertigkeiten unter Beweis stellen mussten. Die Jägerprüfung findet jährlich jeweils Ende April/Anfang Mai statt und wird durch die Untere Jagdbehörde durchgeführt.

An der Prüfung können Bewerber teilnehmen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Kreis Coesfeld haben und mindestens fünfzehn Jahre alt sind. Den Auftakt der Prüfung machte der landesweit einheitliche schriftliche Test, bei dem insgesamt 100 Fragen aus den vier Sachbereichen Kenntnis der Tierarten, Jagdbetrieb, Waffentechnik und Jagdrecht zu beantworten waren. An dieser Hürde scheiterte ein Prüfling, der frühestens im nächsten Jahr erneut einen Anlauf auf den Jagdschein machen kann.

Die Treffsicherheit der Jungjäger wurde auf dem Schießstand der Kreisjägerschaft in Coesfeld-Flamschen geprüft. Hier galt es, nicht nur ein gutes Auge und einen sicheren Anschlag zu haben, sondern auch die eigene Nervosität in den Griff zu bekommen. Im Rahmen der Schießprüfung mussten mit der Schrotflinte im so genannten Skeet-Schießen mindestens drei von insgesamt zehn Tontauben im Flug getroffen und aus 100 Metern Entfernung auf eine Rehbockscheibe mit fünf Kugelschüssen aus der Büchse im stehenden Anschlag mindestens 30 von 50 möglichen Ringen erzielt werden.

Den Abschluss bildete der mündlich-praktische Prüfungsteil, in dem jeder Kandidat vor einem fünfköpfigen Prüfungsausschuss in den unterschiedlichen Sachbereichen Rede und Antwort stand. Hierbei galt es etwa Tierpräparate, Bäume und Sträucher sowie Jagdhunderassen zu erkennen, Brutzeiten, Jagdzeiten, Verhaltensweisen und Lebensräume von Wildtieren zu beschreiben, Maßnahmen zur Wildschadenverhütung zu kennen, verschiedene Waffen sicher zu handhaben oder rechtliche Regelungen der Jagdausübung beziehungsweise des Naturschutzes darzustellen. Auch Wildkrankheiten, Sicherheitsbestimmungen und Waffentechnik gehörten zum Katalog der Prüfungsfragen.

Die Freude und die Erleichterung der Kandidaten über das Bestehen der Prüfung war denn auch angesichts der langen und zeitintensiven Vorbereitungszeit verständlich groß. Auch der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Coesfeld, Franz-Josef Schulze Thier, sowie Kreisjagdberater Dr. Karl Alberty und dessen Stellvertreter Friedrich Meyer und Werner Gorschlüter zeigten sich erfreut über das positive Gesamtergebnis der diesjährigen Jägerprüfung. Fünf Prüflinge scheiterten im ersten Anlauf, vier von ihnen können bereits im Herbst zur Nachprüfung antreten. Im Kreis Coesfeld gibt es insgesamt rund 3000 Jagdscheininhaber.

Bericht: Sandra Wilde, Pressestelle des Kreises Coesfeld
Fotos: Dr. Ansgar Hörster