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KJS-Mitgliederversammlung 2014

Nordkirchen/Kreis Coesfeld - Die Kreisjägerschaft Coesfeld (KJS) hatte am Freitag, 11. April, zur Mitgliederversammlung 2014 in den fast bis auf den letzten Platz besetzten "Plettenberger Hof" nach Nordkirchen eingeladen.

Ehrengäste an diesem Abend waren: Referent Hans-Jürgen Thies, Rechtsanwalt aus Hamm und Justitiar des Landesjagdverbandes (LJV), Bürgermeister Dietmar Bergmann, die MdL Werner Jostmeier und Bernhard Schemmer (beide CDU) sowie Karlheinz Busen (FDP), Anton Holz, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NRW sowie Kreislandwirt, Friedrich Freiherr von Hövel vom Waldbauernverband, Rolf Knepper vom LJV NRW, Thomas Zimmermann, Leiter des Naturschutzzentrums Coesfeld, Berthold Brosterhues von der Unteren Jagdbehörde des Kreises sowie sein Nachfolger (ab Mitte des Jahres) Herbert Lücke und Rainer Kröger, u.a. für Waffenrecht zuständig bei der Kreispolizeibehörde.

Nach der Totenehrung durch KJS-Chef Franz Josef Schulze Thier, begleitet vom Jagdhornbläsercorps des Hegering Nordkirchen-Südkirchen-Capelle, sprachen Bürgermeister Bergmann, Werner Jostmeier, Karlheinz Busen und Anton Holz die Grußworte.

Jostmeier ging auf die Nachhaltigkeit der Jagd ein, monierte dann, dass der LJV NRW vom Umweltministerium die Anerkennung nach dem "Gesetz über das Verbandsklagerecht und Mitwirkungsrechte für Tierschutzvereine" versagt worden sei. Gegen diesen ablehnenden Bescheid klagt der LJV derzeit vor Gericht. Offensichtlich wolle das von Herrn Remmel geleitete Ministerium nur solche Organisationen anerkennen, „die mindestens 150-prozentig ins enge Weltbild einer kleinkarierten Tierschutzideologie passen“, hatte LJV-Präsident Müller-Schallenberg dazu gesagt.

FDP-Mann Busen wollte das NRW-Landesjagdgesetz überhaupt nicht geändert wissen: "Dieses Jagdgesetz ist vorbildlich, es muss gar nicht neu geschrieben werden."

Anton Holz monierte in seinem Grußwort, dass die SPD den "Grünen" das Feld z.B. in der Landwirtschaft und bei der Jagd überlasse. In Sachen Schuldzuweisungen, wie sie aktuell gegenüber der Landwirtschaft erhoben würden, springe man zu kurz. Man werfe hier das Vorgehen einige schwarzer Schafe mit der Landwirtschaft allgemein in einen Topf. Seine abschließende Feststellung: "Landwirtschaft und Jäger sitzen in einem Boot" - und: "Wir haben Frau Höhn überlebt, wir werden auch Herrn Remmel überleben."

Dann kam die Stunde von Referent Hans-Jürgen Thies.  Das vom LJV ausgegebene Motto: Jägergeld in Jägerhand zog sich wie ein Roter Faden durch seine Ausführungen. Die kleine Jagdgesetznovelle zur Jagdabgabe - jede Jägerin und jeder Jäger zahlt beim Lösen des Jagdscheins die Jagdabgabe, auch wenn er/sie nicht Mitglied im LJV ist - wird derzeit, wie auch in Nordkirchen, heftig diskutiert. Ende März 2014 war diese kleine Jagdgesetznovelle mit den Stimmen der SPD und der Grünen verabschiedet worden. Vor allem ruft diese Novelle Diskussionen hervor, weil Minister Remmel wohl beabsichtige, die Einnahmen aus der Jagdabgabe nicht für Projekte der Jägerschaft einzusetzen.

Als "grob verfassungswidrige Neuregelung der Jagdabgabestimmungen mit völliger Intransparenz der Mittelvergabe und Mittelverwendung und keiner Beteiligung der Landesvereinigung der Jäger an der Mittelvergabe" stufte Thies die Novelle ein.
Der LJV NRW beabsichtige daher, um nicht mehr auf finanzielle Zuweisungen des Ministeriums angewiesen zu sein, ab 2016 von jedem Mitglied 20 Euro mehr als LJV-Beitragsanteil zu erheben. Dieses wird auf dem Landesjägertag im Gürzenich in Köln am 10. Mai 2014 den Mitgliedern als Beschlussvorschlag vorgelegt. Für einige Mitglieder der KJS Coesfeld war ein Ja zu dieser geplanten Erhöhung noch nicht spruchreif, denn sie forderten zunächst ein Mehr an Notwendigkeitsnachweis seitens des LJV. Trotzdem votierte die große Mehrheit der Versammlungsteilnehmer für ein Beitragserhöhung.

Weiter ging Hans-Jürgen Thies auf die anstehende große Jagdgesetznovelle ein. Die hat viele, viele Knackpunkte, die so von der Jägerschaft im LJV nicht gewollt werden. Verkürzung der Mindestpachtdauer, eine Höchstpachtdauer, Verbot von Wildäckern im Wald, Neuregelungen bei den Jagdzeiten auf Schalenwild, ein Verbot der "Vermummung der Jäger bei der Jagdausübung" (!), Verbote bei der Baujagd und der Jagdhundeausbildung, Verbot der Schussabgabe im Umkreis von 100 m um Wohngebäude, Verbot des Abschusses von wildernden Hunden und streunenden Katzen usw. sind nur einige der Themen.  Das entsprechende Eckpunktepapier erwarte man im Juni d.J., also nach den anstehenden Wahlen. Bis dahin wolle man beim rot-grünen Gesetzgeber in NRW wohl "Ruhe im Karton" behalten. Die Gültigkeit des  bestehenden Landesjagdgesetzes ist jedenfalls schon einmal bis zum 30. Juni 2015 verlängert worden. Da das Eckpunktepapier zu einem neuen noch nicht vorliegt, hatte der LJV sogar wegen des notwendigen Beratungsbedarfs eine Verlängerung um ein Jahr verlangt.

Aus der Versammlung in Nordkirchen wurden Stimmen laut, die dem LJV-Präsidium bzw. dem Präsidenten im Umgang mit dem Minister und seinen Staatssekretären eine gewisse Blauäugigkeit unterstellten, beim Eingehen auf  Versprechungen des Ministers sogar von einem Schmusekurs sprachen.
Bei der anschließenden Diskussion ging es engagiert zur Sache, Teilweise auch emotional. Das war wegen der anstehenden Herausforderungen an die Jägerschaft auch nicht weiter verwunderlich. Eingriffe in das Jagdrecht seien auch Eingriffe in das Eigentumsrecht, notfalls, darin war man sich einig, werde man auch hier den Klageweg beschreiten müssen.

Bei einem möglichen Machtwechsel in NRW, dazu äußerte sich Bernhard Schemmer (CDU) eindeutig, sei nicht mit einer völligen Rücknahme eines neuen Landesjagdgesetzes zu rechnen.

Rechenschaftsberichte

Es folgten die Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Franz Josef Schulze Thier sowie des Schatzmeisters und Geschäftsführers Friedel Meyer sowie die Berichte der Obleute. Meyer legte in Sachen Finanzen eine ausgeglichene Bilanz vor. Die Kassenprüfer Thomas Böcker (Lüdinghausen) und Dirk Krampe (Herbern) attestierten eine gute Kassenführung und beantragten die Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes, die einstimmig erteilt wurde, einstimmig dann auch das Ja zur Satzung (bei neun Enthaltungen), deren Abstimmung formell noch einmal nach einem Verfahrungsfehler wiederholt werden musste. Für den nach zwei Jahren ausscheidenden Thomas Böcker als Kassenprüfer wählte die KJS  Marc Henrichmann (Nottuln-Havixbeck) als Nachfolger.

Ehrungen

Folgende Mitglieder wurden für ihre Verdienste ausgezeichnet:   Verdienstnadel in Bronze des Landesjagdverbandes von NRW (LJV): Guido Erben (Hegering Ascheberg),  Verdienstnadel in Bronze des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV): Dr. Karl Alberty (Hegering Coesfeld),  Rüdemannplakette in Silber/LJV: Heinrich Pennekamp (Hegering Olfen), Verdienstnadeln in Silber/DJV: Hans Hinrich Gerken (Hegering Lüdinghausen-Seppenrade) Bernd Kurth (Hegering Lüdinghausen-Seppenrade), Heinrich Lohmann (Hegering Olfen), Bernhard Pällmann (Hegering Lüdinghausen-Seppenrade), Günther Sandmann (Hegering Nordkirchen-Südkirchen-Capelle)