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Debatte um Jagdrechte

Bericht in den Ruhrnachrichten, Ausgabe Olfen, vom 13.08.2014 von Thomas Weckenbrock

Hegering-Chef: "Kein Jäger will Leidende Tiere!"

Olfen. Jäger und Tierschützer diskutieren momentan darüber, ob die Jagdrechte stärker begrenzt werden sollen. Ein Konflikt, der polarisiert. Am Freitag ist Fuchsjagd in Olfen. Hier lesen Sie, was Heinrich Lohmann, Vorsitzender des Hegerings, von den Thesen des "ökologischen Jagdgesetzes in NRW" hält.

Die Debatte wird vor allem im Netz hitzig geführt. Lohmann scheint da skeptisch: "Viele Kommentare werden aus Unwissenheit abgegeben." Viele der Kritiker seien nicht genug mit der Natur befasst. "Wenn wir zur Natur zurück wollen, dann müssen wir eher den heutigen Menschen abschaffen. Die Natur kommt ohne den Menschen aus, der Mensch aber nicht ohne die Natur." Der Jäger habe keine Tierart ausgerottet, eher die Landwirtschaft. Hier seine Positionen:

Heinrich Lohmann aus Olfen, Vorsitzender des Hegerings. Seit 30 Jahren im Vorstand, seit 2006 Leiter. Er wehrt sich gegen vorschnelle Kritik an Jägern. Foto: Tobias Weckenbrock

These: Tierschutz und ein verantwortungsvoller Umgang mit Tieren ist 2001 in die Landesverfassung aufgenommen worden. Seit 2002 steht sie im Grundgesetz. Tiere sollen als Mitgeschöpfe beurteilt werden.

Das ist für Lohmann bereits durch das Jagdrecht garantiert. In Deutschland gebe es das beste Jagdgesetz der Welt, meint er.

These:
Das Jagdrecht ist nicht zeitgemäß. Es ist seit 1934 in den
Grundzügen unverändert.

Lohmann meint, dass es ganz gewöhnlich sei, dass es in Teilbereichen Novellierungen gibt. Für Veränderungen muss man aber nicht die Grundzüge antasten.

These: Unnötiges Tierleid soll ausgeschlossen sein.

"Ein leidendes Tier will kein Jäger", sagt Lohmann. Jeder Jäger wird so geschult, dass das Tier schnell getötet wird. Aber das sei natürlich relativ, weil auch die Tiere mitleiden, wenn zum Beispiel die Mutter eines Rehkitzes in einem Rudel erschossen wird.

These: Es muss sichergestellt sein, dass die getöteten Tiere vernünftig
verwertet werden.

Bei kranken Füchsen ist das nicht immer möglich, erklärt Lohmann. Bei zum Verzehr geeigneten Tieren gibt es aber die sinnvolle Verwertung.

These: Fallen quälen die Tiere unnötig. Der Tod tritt nicht immer direkt ein.

Die alten Fallen sind meistens gar nicht mehr im Betrieb und die neuen sind so
konstruiert, dass sie mit einem Schlag töten, meint Lohmann.

These: Haustiere werden erschossen. In NRW erlegen Jäger im Jahr 10.000
Katzen.

"Katzen dürfen nur geschossen werden, wenn sie mehr als 200 Meter vom Heim entfernt sind. Katzen sind Raubtiere, keine Haustiere", meint Lohmann. "Schauen Sie mal, was die Katze alles holt: Sie räumt Nester von Singvögeln aus, jagt Jungfasane und Junghasen", sagt er und wehrt sich auch gegen den Vorwurf, dass Jäger immer nur schießen wollen.

These: Lebensräume und geschützte Arten sollen nicht gefährdet werden.

Lohmann meint, dass das generell nicht passiert. Aber auch unter den Jägern gebe es leider ein paar schwarze Schafe.

These: Eine nutztierhafte Haltung von Wildtieren (Hege) hat negative
Auswirkungen auf Ökosysteme und auch finanzielle Folgen für die
Landwirtschaft.

Lohmanns Ansicht nach ist das Halten von Wild in Gattern vergleichbar mit der
Viehhaltung von Schweinen und Rindern. Das schade auch dem Ökosystem nicht.

These: Gezüchtete Fasanen und Enten werden ausgesetzt, um den Bestand
zu vergrößern.

Das gesteht Lohmann ein. Aber das Ziel davon sei die Blutauffrischung. Zudem muss garantiert sein, dass die Tiere sehr naturbezogen aufgewachsen sind. Dann sei sichergestellt, dass sie die Auswilderung auch meistern.