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Nachlese: Fallenjagdlehrgang 2016

Die Sprecherin für jagende Damen, Cornelia Thies, lud Jägerinnen der KJS und Gäste zum Fangjagdlehrgang ein

Möchten Jägerinnen und Jäger in NRW die Fangjagd ausüben – also mit Fallen Waschbär , Fuchs oder Marder fangen - so müssen sie seit Einführung des ökologischen Jagdgesetzes einen vom NRW  Umweltministerium anerkannten Fangjagdlehrgang absolvieren.

Denn gemäß § 29 DVO LJG NRW darf die Jagd mit Fanggeräten nur von Revierjägern,   Jagdaufsehern oder von Personen ausgeübt werden, die an einem vom zuständigen Ministerium anerkannten Ausbildungslehrgang für die Fangjagd teilgenommen haben. 

Der achtstündige Lehrgang mit einer vorgegebenen Maximalteilnehmerzahl von 15 Personen beinhaltet sowohl theoretische als auch praktische Teile.

Revierjagdmeister Guido Schürhoff informierte die Anwesenden über die rechtlichen Grundlagen zur Fangjagd und erklärte anschaulich die Inhalte des Tier -und Artenschutzes. Die Damen und Herren zeigten großes Interesse an seinen Ausführungen, sodass immer wieder lebhafte Diskussionen aufkamen.

Im praktischen Teil wurden die unterschiedlichen Fallen und ihre Bauweisen vorgestellt, die Guido Schürhoff zur Veranschaulichung mitgebracht hatte.

Beim gemeinsamen Aufbau erfuhren die Seminarteilnehmer viel über die Handhabung und Wirkungsweise der Fallen. Kofferfalle, Wippbrettfalle , Betonrohrfalle etc., die alle zur Prädatorenbejagung eingesetzt werden, sind Lebendfangfallen, die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen unterliegen. Dazu zählt beispielsweise die Größe einer Falle, die komplette Verblendung dieser und die dauerhafte und jederzeit sichtbare Kennzeichnung zur Feststellung des Besitzers. Zudem muss jede Falle mit einem elektronischen Fangmeldesystem ausgestattet sein, soweit keine kommunikationstechnischen Gründe entstehen. Das Fangmeldesystem informiert den Fallenbesitzer über das Handy, sodass Tiere unverzüglich- wie gesetzlich vorgeschrieben- entnommen werden können.

Die Verwendung der Lebendfangfallen muss zuvor der unteren Jagdbehörde angezeigt werden, in deren Bezirk sie eingesetzt werden sollen. Angaben über die Anzahl und Art der Fallen, Kennzeichen der Fallen, deren Einsatzort  (Jagdrevier) und Verwendungszeitraum werden ebenso gefordert.

In diesem Zusammenhang wurden auch die mehrmaligen täglichen Kontrollen der Fallen und die Beseitigung verbotswidriger Fütterungen, Kirrungen und Fallen besprochen.

Am Ende des Tages waren alle jagenden Damen und Herren durch Guido Schürhoff auf den neusten Stand gebracht worden. Das Zertifikat ermöglicht ihnen auch zukünftig die notwendige Prädatorenbejagung tierschutzkonform und legal durchzuführen.