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Kontrolle mit Erziehung oder Leine

Untere Landschaftsbehörde appelliert an Hundebesitzer: Vierbeiner zur Brutzeit anleinen

Bericht in den Westfälischen Nachrichten von Werner Storksberger

Lüdinghausen, 25.03.2016. Dass Hermann Grömping von der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Coesfeld bei den heimischen Hundebesitzern wohl „kein Fuß mehr auf den Boden“ bekommen dürfte, war ihm bewusst, als er jetzt einen Appell an eben diese Tierfreunde richtete: Gerade beim anstehenden Osterspaziergang sollten die Vierbeiner angeleint bleiben. Und wenn dieser Spaziergang durch die Umgebung der Burg Vischering führt, dann erst recht. In den dortigen Uferbereichen der Gräften und in den feuchten Wiesen brüten derzeit viele Vögel, die von Hunden gestört werden könnten.

Mit seiner Sorge um die Ruhe der brütenden Vogelwelt ist Grömping nicht alleine. In der jüngsten Mitgliederversammlung des Heimatvereins wurde auch gemutmaßt, dass die ausbleibenden Störche im Bievoetken ein Resultat der streunenden Hunde sein könnten. Beweisen lässt sich diese Vermutung wohl nicht. „Hunde müssen verantwortungsvoll geführt werden“, unterstreicht Grömping. Das gilt nach Ansicht des Fachmannes der Naturschutzbehörde nicht nur für das direkte Umfeld der Burg Vischering, wo der Kreis Coesfeld Hausrecht besitzt. Das gilt komplett für den Außenbereich. „Es darf nicht sein, dass ein Hund ein Kaninchen hetzt“, verweist Gröming darauf, dass das Tier entweder durch Erziehung oder die Leine kontrolliert werden muss. Aus seiner allgemeinen Beobachtung heraus, ohne das mit Zahlen belegen zu können, glaubt Grömping, dass die „Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur zugenommen“ habe. Das betrifft nicht nur das Verhalten von Hundebesitzern. Auch die Freizeitsport-Aktivitäten nehmen immer mehr zu. Mit Konsequenzen für Wald, Flur, Fauna, Flora. „Viele Mitmenschen sind nicht bereit, auf diesen Kick zu verzichten.“ Dazu muss man noch nicht einmal die Motorcrosser im Bereich der Borkenberge bemühen. Apropos Borkenberge: Dort hat Grömping mittlerweile eine deutliche Zunahme an Besuchern festgestellt, die systematisch ihre Vierbeiner freilassen. Verbotsschilder und Hinweistafeln scheinen niemanden mehr zu interessieren, seitdem das Militär dort abgezogen ist, bedauert Grömping, der auf die herausragende Qualität des Naturschutzgebietes von internationalem Rang aufmerksam macht.

Es muss sichergestellt sein, dass Hunde keine Schäden bei Menschen oder Tieren verursachen, zitiert Herbert Wittwer vom Fachbereich Ordnungswesen der Stadt Lüdinghausen das Landeshundegesetz. Danach sei die Rechtslage eindeutig, dass der Hundebesitzer dafür verantwortlich ist, dass ein Vierbeiner keine Vögel beim Brutgeschäft stört oder Spaziergänger belästigt. Wittwer geht davon aus, dass diese Verstöße immer wieder passieren – eine Ahndung jedoch schwierig sei. Muss der Kläger doch lückenlos Beweise liefern. Passanten stellten sich nur selten als Zeugen zur Verfügung, bedauert der Fachmann des Ordnungsamtes.

Aber wo sollen sich Hunde überhaupt noch in freier Natur austoben können? Die beiden Behörden-Vertreter sind sich einig, dass die Frage schwierig zu beantworten ist. Zwar wurde in der Politik schon mal darüber nachgedacht, die Südwiese als Freilauffläche auszuweisen. Daraus wurde aber nichts. Ob alle Landwirte begeistert sind, wenn sich Vierbeiner auf den Äckern austoben, bleibt ebenfalls zu bezweifeln. „Hundehalter werden sicherlich irgendwo alleine gelassen“, sieht Hermann Grömping das Dilemma der Tierbesitzer.