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KJS-Mitgliederversammlung 2016 mit viel Prominenz

LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg mit dem KJS-Vorstand Franz-Josef Schulze Thier, Antonius Schulze-Entrup und Friedel Meyer (v. l. n. r.)

Nicht immer war die Mitgliederversammlung der Kreisjägerschaft Coesfeld so gut besucht wie in diesem Jahr. Am Freitagabend, den 18.3.16 fand die diesjährige Versammlung im Hotel Restaurant Weissenburg statt. 

Bekannte Persönlichkeiten aus vielen Bereichen

Neben dem LJV-Präsidenten Herrn Ralph Müller-Schallenberg waren Aktive aus der Politik wie die Bürgermeisterin der Stadt Billerbeck, Frau Marion Dirks, der Landrat Dr. Christian Schulze-Pellengahr, der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling, der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier sowie der Kreistagsfraktionsvorsitzender der SPD Herr Carsten Rampe Gäste des Abends.

Ein besonderes Anliegen war es in diesem Jahr auch Mitglieder aus dem Aktionsbündnis Ländlicher Raum mit in die Diskussion einzubeziehen. So konnten Herr Herrmann Wolff (Geschäftsführer der Berufsjäger), Herr Hermann Freiherr von Hövel (Vorstandsmitglied des Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe e.V.), Herr Michael Uckelmann (Kreisvorstand des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Coesfeld), Herrn Jürgen Reh (Geschäftsführer des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe e.V. ), Herrn Michael Uckelmann (Kreisvorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes), Herr Marc Henrichmann (Geschäftsführer der Jägerstiftung Natur und Mensch) und Herr Gebhard von und zu Mühlen (stellvertr. BezVs. des Waldbauernverbandes NRW e.V.) begrüßt werden.

Aus dem Kreis der Behörden und Organisationen freute man sich über das Erscheinen von Herrn Benedikt Selhorst (Vorsitzender des Naturschutzzentrums Kreis Coesfeld), Herrn Marc Henrichmann und Herrn Walter Bednarek (stellvertr. Vors. des Deutschen Falknerordens).

Nach der Totenehrung, begleitet durch das Jagdhornbläsercorps Coesfeld, unter der Leitung von Wolfgang Oster, der Begrüßung der Ehrengäste und den Grußworten von Frau Dirks, Herrn Dr. Schulze-Pellengahr und  Herrn Werner Jostmeier, kündigte der 1. Vorsitzende der Kreisjägerschaft Franz Josef Schulze Thier den Hauptredner des Abends den Präsidenten des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen Ralph Müller-Schallenberg an.

Der Präsident erläutert die momentane Situation

Zahlen verdeutlichen mehr als Worte. So zeigte der Präsident des LJV in seiner Einleitung die Attraktivität der Jagd in Deutschland  einmal anschaulich auf. Noch nie war die Summe der gelösten Jagdscheine höher als im vergangen Jahr. 374.100 Jäger und Jägerinnen lautet die beeindruckende Zahl der Aktiven, das heißt, der gelösten Jahresjagdscheine. Der Anteil der Frauen erfreue sich dabei einer wachsenden Beliebtheit, wie der Prozentsatz der weiblichen Anwärter zeige. Jeder fünfte Anwärter auf den Jagdschein sei momentan weiblich, mit zunehmender Tendenz.

Leider könne die Beliebtheit der Jagd in Deutschland nicht die Schwierigkeiten überdecken, denen die Jägerschaft gerade  in der nordrhein-westfälischen Politik ausgesetzt ist, so Müller-Schallenberg. Das neue Landesjagdgesetz versetze dem Natur- und Artenschutz einen schweren Schlag. Es sei ein Fiasko, dass die Vielfalt der Arten im Land weiter zurückgehe und gleichzeitig der jagdliche Schutz der bedrohten Arten durch das Jagdgesetz weitere Einschränkungen erfahre.

Erfreuliches aus der Bundeshauptstadt

Erfreulich sei jedoch die Bewegung, die derzeit aus Berlin zu spüren sei.  Beim Bundesjagdgesetz gehe es, so der Präsident,  in die richtige Richtung. Mit der geplanten Gesetzesänderung werden die praxisfremden Regelungen des Landesjagdgesetzes NRW sinnvoll korrigiert. Der Entwurf ziele im Kern darauf ab, für Jagdmunition und für den Schießübungsnachweis bundesweit einheitliche Regelungen festzulegen.

Wortwörtlich sagte Müller-Schallenberg: „Der Entwurf des Bundesjagdgesetzes zielt im Kern darauf ab, für Jagdmunition und für den Schießübungsnachweis bundesweit einheitliche Regelungen festzulegen. Ein unsinniges pauschales Verbot des Materials Blei, wie es in einigen Bundesländern bereits geregelt ist, wird durch die geforderte wissens- und praxisorientierte Regelung ersetzt. Künftig ist ein Dreiklang von tierschutzgerechter Tötungswirkung, Präzision und Minimierung des Bleieintrages entscheidend für die Zulassung von Büchsenmunition für die Jagd von Schalenwild. Grundlage soll dafür der bereits vom Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlichte Entwurf einer Technischen Richtlinie werden. Jetzt gilt es, die Richtlinie praxistauglich umzusetzen. Damit werden erfolgreich weitere Tierversuche mit Jagdmunition in freier Wildbahn verhindert.“

Neben den bundeseinheitlichen Regelungen zur Munition sowie zum Schießübungs- (nicht leistungs) -nachweis, die künftig die Teilnahme an Bewegungsjagden abweichungsfest regeln sollen, begrüßte der Präsident auch die geplante einheitliche Vergabe der Jägerprüfungen. Unter anderem soll das Ausbildungsfach Wildbrethygiene aufgewertet und künftig Sperrfach sein. In klaren Worten: fällt ein Jagdschüler hier durch, besteht er die gesamte Prüfung nicht.

Mit dieser  Regelung werde der hohe Anspruch an heimisches Wildbret als hochwertiges Lebensmittel deutlich unterstrichen.

Druck durch Volksinitiative

Herr Müller-Schallenberg machte erneut auf die Volksinitiative des LJV aufmerksam.  Noch einmal rief er dazu auf, Unterschriften zu sammeln. 66.500 Unterschriften seien nötig, damit sich der Landtag erneut mit dem Landesjagdgesetz befasse. Diese Zahl ist aber nur ein Meilenstein. Ziel soll es sein, 100.000 Unterschriften und mehr zu sammeln, um die Relevanz dieses Themas deutlich zu machen. Jede Unterschrift ist weiterhin gefragt. Darauf wurde noch einmal sehr deutlich hingewiesen.

Die geplanten Änderungen bedürften, so der Präsident, aber im Detail noch klarstellender juristischer Feinarbeit. 

Klagen gegen das neue Jagdgesetz

Die nordrhein-westfälische Jägerschaft und ihr Landesjagdverein setzen sich nicht nur mit  politischen Initiativen wie der Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag vor einem Jahr in Szene, sondern arbeiten auch, wie angekündigt, auf der juristischen Ebene gegen das neue Jagdgesetz. Allein vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster sind momentan drei Prozesse anhängig. Neben der Jagdabgabe, der Anerkennung als Tierschutzverband steht auch die Katze als Fundsache zur Debatte. Zudem seien eine Verfassungsbeschwerde und weitere  Klagen  in Vorbereitung, so Müller-Schallenberg.

Zum Schluss seiner Rede dankte der Präsident noch einmal allen in den Hegeringen und in der Kreisjägerschaft Coesfeld Tätigen, für den unermüdlichen und vielfältigen Einsatz für eine gemeinsame Sache.

Bericht des Kreisvorsitzenden

Im Anschluss an Ralph Müller-Schallenberg trat dann der Kreisvorsitzende Herr Franz Josef Schulze Thier an das Rednerpult. Der Vorsitzende machte deutlich, dass das, was vom LJV vorgegeben würde, durch die  Kreisjägerschaften vor Ort das umgesetzt würde.

Ein ganz besonders großer Schwerpunkt der Arbeit vor  Ort sei die Ausbildung der Jungjäger. Ein besonderer Dank gilt hier dem unermüdlichen Einsatz für umfangreiche und fachlich fundierte Ausbildung durch den  KJS-Ausbildungsleiter und Berufsjäger Herrn Max Höcke und seinem Team. Diese geben den Jagdscheinanwärtern das Rüstzeug, um die Jagd waidgerecht auszuüben.

Herr Schulze Thier konnte berichten, dass  in diesem Jahr ein so großer  Andrang auf die Jägerausbildung herrschte, dass  nicht alle Anwärter aufgenommen werden konnten. Bei  40 Schülern sei die Kapazitätsgrenze erreicht, um im Schulungsraum einen vernünftigen Unterricht abhalten zu können.

Weiterhin wurden die Zuhörer darüber informiert, dass  die Initiative Lernort Natur  ein  Jubiläum zu feiern hatte – nämlich  50 Jahre Erfolgsgeschichte. In der KJS habe man zahlreiche zertifizierte Naturpädagogen, die diese Aufgaben moderner Naturpädagogik vorwiegend in den Grundschulen übernehmen. Nicht nur hier, auch bei vielen weiteren Anlässen sei die Rollende Waldschule anwesend. Leider ist diese langsam in die Jahre gekommen. Diesem Problem wird jedoch abgeholfen. In der erweiterten Vorstandssitzung wurde beschlossen, eine neue rollende Waldschule anzuschaffen, die den vielen ehrenamtlichen Fahrern künftig mit Fahrzeugen mit einer zulässigen Anhängelast bis 1,7 t künftig zu Verfügung stehen soll.

Auch der Schießstand wurde zum Thema des Abends. Der Schießstand in Coesfeld hat im vergangenen Jahr einige Erneuerungen erfahren, von denen alle Mitglieder profitieren werden. Möglich wurde dies durch die Jagdabgabe. So kann den Jägern eine Möglichkeit geboten werden, die Schiessfertigkeiten zu üben  und den geforderten Schiessnachweis zu erbringen.

Im Weiteren machte Herr Schulze Thier auf einen weiteren Schwerpunkt in der Arbeit der KJS aufmerksam: Die Biotopgestaltung und Lebensraumverbesserung. Hier hob der Vorsitzende das Projekt Wildblumen als Energiepflanzen für die Vergärung in Biogasanlagen besonders hervor.

Wahl der Vorstandsmitglieder

Bei den zur Wahl stehenden Vorstandsmitgliedern wurden der 1. Vorsitzende Franz-Josef Schulze Thier, der 2. Vorsitzende Antonius Schulze Entrup und der Geschäftsführer Friedel Meyer in ihren Ämtern einstimmig unter der Wahlleitung des Ehrenvorsitzenden Herrn Dr. Schulze Messing bestätigt. Neu wurde als Kassenprüfer Herr Theo Schulze Wülfing gewählt.

Ehrung verdienter Mitglieder

Zum guten Schluss der Veranstaltung standen noch Ehrungen auf dem Programm. Das Verdienstabzeichen in Silber des Bundesjagdverbandes erhielt der stellvertretende Kreishundeobmann Walter Beckmann, der Obmann für Lernort Natur und die Internetaktivitäten Bernhard Pällmann sowie Karl Weckendorf als ehemaliger Obmann für das jagdliche Brauchtum.


Klagen gegen das neue Jagdgesetz

Versammlung der Kreisjägerschaft mit Präsident Ralph Müller-Schallenberg fand regen Anklang

Bericht in den Westfälischen Nachrichten von Manfred van Os

Kreis Coesfeld, 18.03.2016. Im Hotel-Restaurant Weissenburg in Billerbeck fand die Mitgliederversammlung der Kreisjägerschaft Coesfeld statt. Viele Gäste begrüßte der Vorsitzende Franz-Josef Schulze Thier. Unter anderem den Landrat des Kreises Coesfeld Dr. Christian Schulze Pellengar, der ja auch Jäger ist. Wie ein roter Faden zog sich die Kritik an dem neuen ökologischen Landesjagdgesetz in vielen Beiträgen durch Versammlung.

„Das Engagement der Jäger ist für die Allgemeinheit von großem Wert“, sagte Billerbecks Bürgermeisterin Marion Dirks in ihrem Grußwort.

Hauptredner der Versammlung war der Präsident des Landesjagdverbandes NRW, Ralph Müller-Schallenberg. Einer der Schwerpunkte seiner Ansprache waren die Schwierigkeiten mit dem neuen Landesjagdgesetz. Dieses Gesetz versetze dem Natur- und Artenschutz einen schweren Schlag, meinte er.

Dabei sei in Deutschland die Jagd attraktiver denn je. Rund 374 100 gelöste Jagdscheine stellten im vergangenen Jagdjahr einen Rekord dar.

„Es ist ein Fiasko, dass die Vielfalt der Arten im Land weiter zurückgeht und gleichzeitig der jagdliche Schutz der bedrohten Arten durch das Jagdgesetz weitere Einschränkungen erfährt“, kritisierte er. Neue Bewegung komme derzeit allerdings aus Berlin. Beim Bundesjagdgesetz gehe es in die richtige Richtung. Die geplanten Änderungen bedürfen aber im Detail noch der juristischer Feinarbeit. Der Entwurf ziele im Kern darauf ab, für Jagdmunition und für den Schießübungsnachweis bundesweit einheitliche Regelungen festzulegen.

Gegen das neue Jagdgesetz will der Verband auch juristisch vorgehen. Verfassungsbeschwerden und Klagen seien in Vorbereitung, so Müller-Schallenberg.

In seinem Geschäftsbericht betonte Franz-Josef Schulze Thier: „Die Ausbildung der Jungjäger hat hier einen besonderen Schwerpunkt.“ In diesem Jahr sei der Andrang so groß gewesen, dass nicht mehr alle aufgenommen werden konnten. „Bei 40 Schülern ist die Kapazitätsgrenze erreicht.“ Er berichtete weiter, dass es am Schießstand umfangreiche Maßnahmen gegeben hat. Eine neue rollende Waldschule werde angeschafft. In der Kreisjägerschaft gibt es 2929 Mitglieder.

Nach der Entlastung des Vorstandes standen die Vorstandsposten 1. und 2. Vorsitzender und der Geschäftsführer zur Wahl. Franz-Josef Schulze Thier, Antonius Schulze Entrup und Friedel Meyer wurden in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Neu als Kassenprüfer kam hinzu Georg Schulze Wülfing.

Zum guten Schluss standen noch Ehrungen auf dem Programm. Das Verdienstabzeichen in Silber des Bundesjagdverbandes erhielten: Bernhard Pällmann, Walter Beckmann und Karl Weckendorf. Die Naturschutzplakette des Landesjagdverbandes in Bronze ging an Georg Lasogga.

Musikalisch umrahmt wurde die Versammlung von den Jagdhornbläsern Coesfeld unter der Leitung von Wolfgang Osten.