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Das Projekt "Hegebeauftragter für das Münsterland"


Quelle: Stiftung "Westfälische Kulturlandschaft"

Der Wildbestand im Münsterland hat in den letzten 10 Jahren überdurchschnittlich abgenommen. Die Gründe dafür sind noch nicht ausreichend geklärt.  Sicher ist jedoch, dass das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren, wie intensive Landwirtschaft, Anwendung neuartiger Wirkstoffgruppen im Pflanzenbau, aber auch extreme Wetterereignisse von Hagel bis Sturm sowie die Verkleinerung der Bestände durch Raubwild eine entscheidende Rolle spielt. Steigende Ansprüche an die landwirtschaftlichen Erträge führen zu kürzeren Bewirtschaftungsintervallen auf den Feldern. Dadurch werden Versteckmöglichkeiten und ruhige Rückzugsräume für Wildtiere geringer.  Die sinkende Artenvielfalt von Wildkräutern und Insekten schränken zudem das Nahrungsangebot ein.

Der Landesjagdverband NRW e.V., der Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer e.V. und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V. schufen 2016, gemeinsam mit der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, das Projekt „Hegebeauftragter für das Münsterland“. Die Umsetzung verschiedener Maßnahmen hat das Ziel dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Ziele des Projekts

Zusammen mit Revierpächtern und Landwirten plant der Hegebeauftragte Maßnahmen für den Schutz des Niederwildes, welche die Landschaft aufwerten und die Struktur- sowie die Artenvielfalt in den ausgewählten Projektrevieren erhöhen. Gemeinschaftlich gestalten alle Akteure eine niederwildfreundliche Landschaft und sichern damit langfristig einen widerstandsfähigen, artenreichen Niederwildbestand.

Zu den schwerpunktmäßigen Aufgaben des Hegebeauftragten zählt die Beratung bei naturschutzfachlichen Fördermaßnahmen im land- und forstwirtschaftlichen Bereich. Darüber hinaus werden den Bewirtschaftern und Jägern eine Vielzahl an biotopverbessernden Maßnahmen aufgezeigt, welche in allen Bereichen des Münsterlandes auch unabhängig von land- und forstwirtschaftlichen Bereichen umgesetzt werden können. Auf niederwildfreundliche Anbauweisen in der Feldflur wird genauso hingewiesen, wie beispielsweise die Ausgestaltung von Gewässern und Waldrändern

Maßnahmen

Bei den geplanten Maßnahmen geht es in erster Linie darum den Wildtieren Rückzugsräume zu schaffen, die unabhängig von Bewirtschaftung ganzjährig zur Verfügung stehen. Ein entscheidender Punkt dabei ist, dass für Bewirtschafter kein finanzieller Nachteil durch die Bereitstellung von land- oder forstwirtschaftlichen Flächen entstehen soll. Ein Schwerpunkt liegt daher bei der Vermittlung von Fördermaßnahmen im land -und forstwirtschaftlichen Bereich. Hauptsächlich geht es dabei um die Anlage von Blühstreifen- und Flächen, sowie Uferrand- und Erosionsschutzstreifen im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen oder Vertragsnaturschutz. Diese Maßnahmen bieten nicht nur flächenmäßig dem Niederwild ein großes Potenzial an neuen Rückzugsräumen sondern auch den Landwirten viele Vorteile, da mit der Anlage solcher Streifen- oder Flächen verschiedenste Anforderungen und Verpflichtungen bei Cross Compliance Bestimmungen erfüllt werden können und auch das sogenannte Greening mit der Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen mit geringerem Flächenaufwand zu leisten ist. Ebenso können Streifen- oder Flächen helfen Ackerschläge zu begradigen und praktischer für die Bewirtschaftung zu gestalten. Ungünstige Ackerstandorte entlang von Wald, Hecken oder nassen Senken können dabei ebenso genutzt werden wie Optimalstandorte.

Weitere Maßnahmen die unabhängig von der landwirtschaftlichen Fläche durchgeführt werden können sind z. B. die ökologische Aufwertung bestehender Waldränder oder Heckenkomplexe. In diesem Bereich lässt sich mit relativ wenig Aufwand ebenfalls ein großer Effekt für das Niederwild erzielen. Hier berät der Hegebeauftragte und unterstützt beispielsweise mit der Bereitstellung von Pflanzgut.

Das Niederwild lebt an und in den unterschiedlichsten Strukturen. Diese Eigenschaft bestimmt das Tätigkeitsfeld des Hegebeauftragten, da potenziell alle Lebensraumstrukturen mit unterschiedlichsten angepassten Maßnahmen gefördert werden können. Als übergreifende Maßnahmen haben sich hieraus noch die Aufwertung von Grünland durch Saumstrukturen sowie die Gestaltung und Pflege von Kleingewässern oder Gräben entwickelt. Für jeden der einzelnen Maßnahmenbereiche kann eine Förderung durch die Bereitstellung von Saatgut, Pflanzgut oder Nisthilfen im Rahmen des jeweiligen Projektreviers durchgeführt werden.

Was ist eigentlich Niederwild?

Die Begriffe Hochwild und Niederwild haben ihren Ursprung im Mittelalter. Der hohe Adel beanspruchte das Recht zur Jagd auf „edle Wildtiere“, wie Hirsche oder Wildschweine für sich.  Der niedere Adel hingegen musste sich mit der Jagd auf „einfache Wildtiere" begnügen. Klassischerweise werden zum Niederwild Feldhasen, Rebhühner, Fasane, Stockenten, Kaninchen und Rehe gefasst. Es zählen aber auch noch eine ganze Reihe weiterer Tierarten dazu, wie z.B. Dachs, Fuchs oder Marder. Mitmachen Sie sind interessierter Landwirt, Revierpächter oder beteiligt in einem Jagdbezirk im Münsterland? Sie möchten aktiv Maßnahmen zur Reviergestaltung- und aufwertung umsetzen und damit zur Stabilisierung der Niederwildbesätze beitragen? Dann machen Sie mit und stellen Sie Ihr Revier mit Hilfe des Revierinformationsbogens kurz vor!

Ihre Vorteile:

  • Beratung in Bezug auf Arten- und Biotopschutz        
  • Beratung im Bereich von land- und forstwirtschaftlichen Fördermaßnahmen         
  • Nutzung von Maßnahmenpaketen in Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer        
  • Nutzung verschiedener Förderungen (Greeningprämie, AUM, Vertragsnaturschutz)        
  • Begleitung und Betreuung von Agrarumweltmaßnahmen, Greening, Vertragsnaturschutz

Wir informieren Sie gerne!

www.kulturlandschaft.nrw/fileadmin/user_upload/Projekte/Hegebeauftragter/Flyer_Hegebeauftragter_web.pdf

Zum Thema:

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e. V. hat 2005 die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft als wichtigen zusätzlichen Baustein der landwirtschaftlichen Arbeit gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die bäuerliche Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu erhalten und gemeinsam mit der Landwirtschaft zu gestalten.