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Fuchs & Co. werden jetzt verwertet

Sammelpunkt auf dem Schießstand Coesfeld

Statt die Pelze von erlegten Mardern, Waschbären und Füchsen wegzuwerfen, sollen sie zu wertvollen Naturprodukten weiterverarbeitet werden. Das ist das Ziel des Pilotprojektes  „Fellwechsel“. Der Deutsche Jagdverband hatte es im Frühjahr 2017 gestartet, um die Jagd auf heimisches Raubwild nachhaltiger zu gestalten. Das Projekt des Deutschen Jagdverbandes entsprang der Idee, die Felle von erlegtem Raubwild nachhaltiger zu nutzen. Denn nur ein kleiner Teil davon wird bislang auch tatsächlich verwertet. Mit „Fellwechsel“ sollen zudem Verbraucher dazu animiert werden, keine Zuchtpelze aus zweifelhafter Haltung zu erwerben und stattdessen auf ein Naturprodukt aus heimischer, tierschutzkonformer Jagd zu setzen.

„Fellwechsel“  in der Kreisjägerschaft Coesfeld

Am 19.11.2017 lud der erste Vorsitzende der KJS Coesfeld Franz Josef Schulze Thier alle Hegeringsvorstände, Revierinhaber, Raubwild- und Fallenjäger zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Raubsäuger-Fellnutzung in das Haus Waldfrieden in Dülmen ein. DJV-Geschäftsführer Andreas Leppmann trug als Gast und verantwortlicher Geschäftsführer der neu gegründeten Fellwechsel GmbH zu diesem Thema ausführlich vor. Etwa 50 Jäger folgten der Einladung und durften einem interessanten Vortrag lauschen.

Bundesweit gibt es inzwischen über 50 Sammelstellen, bei denen Jäger erlegte Füchse, Iltisse, Marder, Marderhunde, Nutrias, Minks oder Waschbären abgeben können. Die Tiere werden dort in Tiefkühltruhen gelagert, bis sie zentral weiterverarbeitet werden. Die Kreisjägerschaft Coesfeld bietet ab sofort allen Jägern die Möglichkeit, die kompletten Bälge (im Kern und nicht nur die abgezogenen Felle!) von Fuchs, Marder, Waschbär und Co. auf dem Schießstand abzugeben.

Im ersten Jahr erfolgt die Annahme ohne Gegenwert. Im zweiten Jahr, nachdem die Anfangsinvestitionen aufgefangen wurden, soll es pro Stück einen Geldbetrag geben. Die Höhe steht noch nicht fest. Hier kommt es auf den Erfolg des Projektes an.

Balg zur eigenen Nutzung

Natürlich kann der Erleger seinen Balg zur eigenen Nutzung wieder zurückbekommen. Pro Fuchsfell wird in etwa eine Gebühr von 65 EUR fällig. Der gegerbte Balg wird dann dem Jäger nach Entrichtung der Gebühr zurückgesandt.  Dank eines speziellen Markierungssystems der Fellwechsel GmbH kann jeder Balg dem entsprechenden Erleger zugeordnet werden.

Wichtige Fragen und Antworten

Welche Tiere können die Jäger abgeben und wann sollten diese erlegt worden sein?

Neben dem Rotfuchs werden auch Waschbär, Marderhund, Dachs, Stein und Baummarder, Mink, Iltis, Nutria und Bisam angenommen. Von Mitte November bis Mitte Februar haben die genannten Arten einen Winterbalg, also entsprechende Unterwolle und lange Grannenhaare. Diese sogenannten reifen Bälge eignen sich am besten für die Verarbeitung und Vermarktung.

Wie sollen die Tiere erlegt werden?

Am besten geeignet sind Bälge von Tieren aus der Fangjagd, da diese nur einen kleinen Einschuss im Kopf- oder Nackenbereich haben. Auch der Schrotschuss verursacht nur kleine Löcher, die bei der Verarbeitung keine Rolle spielen. Tiere, die mit einer kleinen Kugel erlegt werden sind ebenso gut zu verwerten wie Tiere, die mit größeren Kalibern erlegt wurden, solange nicht der Nacken- und Rückenpelz zerstört ist. Die Qualität dieser Fellpartien ist entscheidend für den Wert des Balges und für die Verarbeitung.

Wie sollen die Tiere gelagert werden?

Die erlegten Tiere sollten umgehend gekühlt werden und in der Kühltruhe auf dem Schießstand in Coesfeld gesammelt werden. Dort werden Sie dann einzeln verpackt und mit dem Herkunftsnachweis versehen. Bewährt hat es sich, die Tiere kompakt zusammenzurollen –um Platz zu sparen. Der Herkunftsnachweis sollte in einer kleinen durchsichtigen Tüte außen angebracht werden. Am besten beide Tüten zusammen mit einem Kabelbinder verschließen. Klebeband ist leider ungeeignet, da es sich bei Frost lösen kann.

Braucht jedes Tier einen Herkunftsnachweis?

Ja, denn das größte Qualitätsmerkmal der Bälge ist die sichere Herkunft aus der Jagd! Um den Weg vom Jäger bis zum Kürschner dokumentieren zu können, ist das Formular zwingend notwendig. Die persönlichen Daten der Jäger und Reviere werden streng vertraulich behandelt und bleiben anonym.

Und was passiert mit den Fellen?

Viele Kürschner haben sich verpflichtet, unter dem Label weprefur® nur Felle aus der Jagd zu verarbeiten, entsprechend groß ist der Bedarf. Die Fellwechsel GmbH wird zusätzlich eigene Artikel vermarkten – nach dem Motto „Vom Jäger für den Jäger!“ Alle Informationen und Formulare finden sich auf www.fellwechsel.org. Hier besteht auch die Möglichkeit den Herkunftsnachweis als pdf herunterzuladen.

Praktische Hinweise

Verhitzte oder verluderte Stücke sind generell nicht verwertbar! Deshalb sollten die Tierkörper zeitnah nach der Erlegung eingefroren werden.

Weitere Informationen für Jäger gibt es auf www.fellwechsel.org.