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Ziel ist das Bläserhutabzeichen: Jagdhornbläser üben gemeinsam die Signale

Zur jagdlichen Tradition gehört auch das Jagdhornblasen. Paul Hohenlöchter, Corpsleiter der Jagdhornbläser im Hegering Lüdinghausen-Seppenrade, hat vor einigen Wochen angefragt, ob der Musikschulkreis für das Üben des Hegerings einen Raum zur Verfügung stellen könnte. Karin Möllers von der Musikschulverwaltung hatte daraufhin den Einfall, dass man das Jagdhornblasen auch gleich als Unterricht anbieten könnte. Gesagt, getan.

Zum Proben trifft sich der Kurs im Übungsraum am Gymnasium Canisianum. „Wenn sie hier in den Musikschulräumen üben würden, könnten wir alle anderen Proben absagen“, spielt Möllers auf die hohe Lautstärke an und lacht. Sie sei begeistert gewesen, als Hohenlöchter mit seiner Anfrage auf sie zukam. „Es ist schon selten, dass Erwachsene von heute auf morgen ein Instrument spielen lernen möchten“, sagt sie.

Als Lehrer konnte Keith Bean für den Kurs gewonnen werden, der bis dahin hauptsächlich in Senden und nun auch mehr in Lüdinghausen tätig ist. Eigentlich spielt Bean Trompete und Posaune. Ein Jagdhorn hatte er vor dem Kurs noch nie in der Hand gehalten. Musste er das Instrument dann nicht selbst erst lernen? „Naja, das war recht einfach, ein Jagdhorn ist schließlich so etwas wie eine Trompete ohne Ventile“, erklärt der 47-Jährige. 

Die verschiedenen Jagdsignale bedeuten für die Jäger einen hohen Sicherheitsstandard. „Wenn man sich bei der Jagd nicht sieht, kann man sich nicht per Handy verständigen“, sagt Hohenlöchter. Dann kommt das Jagdhorn zum Einsatz. Der Beginn einer Jagd wird durch das Signal „Anblasen des Treibens“ und das Ende durch „Hahn in Ruh’“ angekündigt. Letzteres bedeutet für alle Jäger, dass kein Schuss mehr abgegeben werden darf. Das Brauchtum spielt im Hegering eine große Rolle. Auch bei runden Geburtstagen, Hochzeiten und Beerdigungen spielen die Bläserinnen und Bläser.

Zwölf Teilnehmer, zehn Männer und zwei Frauen, nehmen an dem Kurs teil. Sie benötigen ungefähr ein Jahr, um bis zum Bläserhutabzeichen zu kommen. Diese Prüfung wird dann von der Prüfungskommission der Kreisjägerschaft Coesfeld abgenommen. Für das Abzeichen müssen 15 Signale erlernt werden. Bei der Prüfung werden fünf Signale aus einer Lostrommel gezogen, die einzeln vorgespielt und erkennbar sein müssen. 

Wichtig für das Spielen der Töne ist die richtige Technik und das Formen der Lippen – in etwa so, als wolle man ein Brötchenkrümel von den Lippen pusten. Dies sorgt dafür, dass die Töne nicht schief klingen. Bisher beherrscht die Gruppe laut Bean fünf bis sechs Signale. „Wir sind auf einem guten Weg“, meint er. Hohenlöchter ist froh darüber, dass die Musikschule einen Lehrer gefunden hat. „Keiner von uns aus dem Hegering hätte sich zugetraut, das Spielen Novizen beizubringen“, sagt er. Außerdem sei das kontinuierliche Üben wichtig. Leider werde das Hornspielen auf Treibjagden immer weniger. Umso mehr freue er sich daher, dass diese Tradition in Lüdinghausen aufrechterhalten bleibt.