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Mitgliederversammlung 2022 der Kreisjägerschaft

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Kreisjägerschaft Coesfeld fand am 6.4.2022 statt. Die Mitglieder trafen sich im Haus Waldfrieden in Dülmen. Coronabedingt konnte die Anzahl der Anwesenden noch nicht an die ehemaligen Zahlen heranreichen. Wir hoffen, dass sich dies im kommenden Jahr wieder ändert.

Als Ehrengäste durfte der KJS-Vorsitzende der KJS Coesfeld Frau Angelika Selhorst (stellvertr. Landrätin), Herrn Michael Uckelmann (Vorsitzender des WLV Kreisverband Coesfeld), Benedikt Selhorst (Vorsitzender Naturschutzzentrum) und Jan Schulze Hobbeling-Terhardt (Vorsitzender des Waldbauern Verbandes) begrüßen.

Nach der Begrüßung durch den Vorstand und dem Totengedenken sowie der Begrüßung durch die Jagdhornbläser des Bläserchorps Dülmen ging der Vorsitzenden Herr Schulze Thier auf einige wichtige Themen des vergangenen Jahres ein. Coronabedingt waren im vergangenen Jahr die gemeinschaftliche Jagd und das gesellige Beisammensein leider noch stark beschränkt, sodass im Jahr 2021 Treibjagden kleiner ausfielen als gewohnt. Sehr positiv ist aber, dass überall von guten Hasenbeständen und Hasenstrecken berichtet werden konnte. Differenziert war es bei Fasanen, wo die Vorjahresbestände teilweise mehr erwarten ließen, aber auch hier gute Strecken verzeichnet wurden. Der neu formierte Niederwildausschuss des LJV, der im Februar zum ersten Mal online tagte, will sich besonders dem Thema Federwild mit allen Facetten zur Hilfe für den Fasan, aber auch der Wiederansiedlung des Rebhuhns widmen.

In den Focus gerückt ist im Bereich der KJS auch das Thema Schalenwild, besonders das Rehwild. Die Bestände sind offenbar in vielen Teilen des Kreises hoch, was wie schon in den vergangenen Jahren zu intensiven Diskussionen führt. An erster Stelle steht hier das seit knapp zwei Jahren angelaufene Kooperationsprojekt mit der Kreispolizeibehörde zur Wildunfallprävention. Wie aus der Wildunfallkarte im GIS-Portal des Kreises Coesfeld ersichtlich, sind die Zahlen der Rehwildunfälle im Kreis Coesfeld im Jahr 2021 noch einmal gestiegen.

Die Kreispolizeibehörde tut ihr bestens bei der Bevölkerung - entsprechend der Ursachenanalyse - das nötige Bewusstsein zu schaffen, die Geschwindigkeit im Straßenverkehr den Gegebenheiten anzupassen. Dies ist besonders wichtig in den Wildunfallschwerpunktzeiten April, Juli, Oktober. So wurden in den vergangenen Monaten einige Geschwindigkeitsmessaktionen im gesamten Kreis durchgeführt, über die öffentlichkeitswirksam in Radio Kiepenkerl und WN berichtet wurden.

Demnächst sollen an einigen Stelle auch neuartige Warntafeln aufgestellt werden. Für diese Arbeit zur Bewusstseinsbildung sind wir der Polizei im Kreis Coesfeld sehr dankbar.

Weiter wird von uns Jägern befürwortet, gemeinsam mit den Landwirten, Äsungsflächen entfernt von Straßen anzulegen.

Die hohe Wilddichte soll mit Zahlen unterlegt werden. Hier sollen Verbissgutachten im regelmäßigen Turnus von 3-5 Jahren für Forstbehörden ein wichtiges Wildschadenerkennungsmerkmal bieten. Solch ein Verbissgutachten ist für 20 Reviere in unserem Kreisgebiet bis zum Beginn des Blattaustriebes vorgesehen, vermutlich mit der Empfehlung zu höherem Abschuss. Unter diesem Aspekt sind auch die vielen Diskussionen, um das Vorziehen der Jagdzeit auf den 1. April zu sehen.

Noch einmal ging der Vorsitzende auf die erfolgreichen Einsätze der mittlerweile kreisweit eingesetzten Drohnen zur Kitzrettung ein und schloss mit den Worten: Wichtig ist es, Jagd waidgerecht auszuüben mit Herz und Gefühl (Gert von Harling: Vom Weidwerk zum Wildmanagement).

In der Position als Schriftführer und Geschäftsführer stellte Stephan Niesert daran anschließend unter anderem die Entwicklung der Mitgliederzahlen dar. Trotz des Sonderkündigungsrechts hinsichtlich des Jagdbeitrags konnte die KJS einen Mitgliederzuwachs von rund 200 neuen Mitgliedern verzeichnen. Dem erfreulichen Bericht über die Mitgliederzahlen folgte ein ausführlicher Bericht zu den Drohnenanschaffungen im Kreis, zur Finanzierung und Inanspruchnahme von Fördermitteln.

Nach dem erfreulichen Kassenbericht des Schatzmeisters und Geschäftsführers Herrn Hans-Peter Nöcker – die Zahlen haben sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr verbessert - wurde dem Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Herrn Bernd Kurth und Herrn Marc Henrichmann die Entlastung erteilt. Für Herrn Bernd Kurth stand die Wahl eines zweiten Kassenprüfers an. Einstimmig wurde hierfür Herr Maximilian Klemann gewählt.

Im weiteren Verlauf der Versammlung gaben die anwesenden Obleute einen Bericht aus den jeweiligen Bereichen. Frau Cornelia Thies (Obfrau der Jägerinnen) gab einen Überblick über die Veranstaltungen des letzten Jahres und machte aufmerksam auf die geplanten Termine des laufenden Jahres. Eine Übersicht ist auf der Homepage der KJS Coesfeld zu finden. Reinhard Elsbecker (Obmann für das jagdliche Brauchtum) gab einen Rückblick auf die Bläserhutabzeichenprüfung sowie über die geplanten Veranstaltungen. Einen Bläserwettbewerb wird es in diesem Jahr nicht geben. Max Höcke gab als Obmann für die Jungjägerausbildung die Zahlen der vergangenen Jägerprüfungen bekannt und machte darauf aufmerksam, dass bereits eine Vielzahl an Anmeldungen für den kommenden Kurs zur Jägerprüfung vorliegen. Interessenten sollten sich umgehend melden, da die Teilnehmerzahl beschränkt ist.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Ergebnisse der Trophäenschau der Jahre 2018/2019 bis 2020/2021 durch Guido Erben den Kreisjagdberater mit Unterstützung durch Werner Gorschlüter vorgestellt. Es konnten einige interessante Gehörne aus dem Bereich Billerbeck und Lüdinghausen gezeigt werden, die den Weg auf die Landestrophäenschau finden werden. Auch zwei abnorme Gehörne wurden ausgewählt, um diese später landesweit zu präsentieren.

Zum Abschluss machte Herr Werner Gorschlüter noch einmal darauf aufmerksam, dass in Anbetracht der Wilddichte und der notwendigen Entnahme von Wild von den Jägern der Grundsatz beherzigt werden sollte, an Straßen mit Unfallschwerpunkten die alten Ricken stehen zu lassen und stattdessen das junge Rehwild zu entnehmen. Die alten Ricken sind nicht die Stücke, die auf der Straße landen. Diese haben Erfahrung mit den Gegebenheiten. Die jungen Stücke dagegen sind die, die in der Mehrzahl in Unfälle verwickelt sind.